Erotische Geschichten
Esperanza - der Roman
Meine lieben Leser! Es hat lange gedauert, aber nun habe ich es endlich fertig gebracht, Esperanza in Buchform. Viel Zeit ist vergangen, seit ich die Lesungen in Folge live im Darksideclub zum Besten gegeben habe, und noch viel mehr Zeit, seitdem ich die ersten Zeilen aufgewühlt von meinen Erlebnissen niederschrieb.
Esperanza ist ein Erlebnisbericht, manches verklärt und übertrieben dargestellt, das andere wieder wahrheitsgetreu wiedergegeben. So mancher Leser, der zu jenen Tagen mit von der Partie war wird sich fragen, was ist echt, und was Fiktion? Wer ist wer und was hat sie wirklich mit sich machen lassen? Natürlich habe ich verschiedene Personen verschmelzen lassen, oder zur Unkenntlichkeit verändert, denn wie bei jedem Roman sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig und in meinem Fall ganz sicher ungewollt. Ich habe auch Personen einfließen lassen aus meinem Leben vor dieser Zeit oder Menschen die erst viel später in mein Leben traten, aber bereits in Esperanzas fiktiver Welt eine große Rolle spielten. Lassen Sie Ihren Fantasien freien Lauf, glauben oder erkennen Sie was und wen Sie wollen, zu guter letzt werde ich des Rätsels Lösung mit ins Grab nehmen, und ihnen vielleicht doch mit einem Augenzwinkern recht geben.
In der Vergangenheit war die Geschichte der Esperanza auf meiner Webseite nachzulesen, doch da sie recht eindeutig pornografische Sequenzen enthält und der Leser erfahrungsgemäß lieber das Buch zur Hand hat, besonders wenn er nachts im Bett liegt, oder seinen Partner bei einem Glas Wein und Kerzenschein erfreuen will, kamen immer mehr Nachfragen, ob die Story auch in gedruckter Form zu erwerben wäre. Obwohl ich als Schauspielerin, Tänzerin und Diseuse keine großen schriftstellerischen Qualitäten habe, bin ich dieses Abenteuer der Veröffentlichung eingegangen, nachdem mich viele gute Freunde, die Esperanza schon genossen haben ermutigten diesen Schritt zu gehen. Et Voilá hier ist es, tauchen Sie ein und lassen Sie sich verführen zu reiner Lust, Hingabe und Schmerz. Zur Zeit schreibe ich an meinen Memoiren und ein weiterer Band mit Kurzgeschichten und Gedichten ist geplant und erscheint in Folge.
Den Roman jetzt im Shop meiner Webseite bestellen. Oder im Buchhandel: ISBN 978-3-00-029702-1
Esperanza - 1. Kapitel
Es kann nur besser werden
Sie hatte in ihrem Leben schon viele Männer gehabt. Körperliche Liebe war für sie jedes Mal die Erfüllung all ihrer Sehnsüchte. Für sie war Sex heilig. Eine ganz eigene Art von Gebet und Kommunikation mit der Gottheit Natur. Oft schon hatte sie sich hingegeben und in der Ekstase vergessen. Immer, wenn sie einen Mann kennen lernte, der ihr gefiel, kam die Chemie schnell in Wallung und sie machte eine Achterbahnfahrt, die berauschend, aufregend und himmlisch war - aber zu kurz. Meist stieg sie schnell aus und blieb auf der Suche nach dem nächsten Karussell, welches wieder die Glückseligkeit für kurze Zeit versprach.
Esperanza - 4. Kapitel
Raphael
Die Tür stand einen Spalt offen. Sie legte ihre Hand auf das Holz und drückte sie auf. Es war dunkel, leise Musik drang aus der Wohnung. Sie schob sich hinein, ein Schritt, noch einer - die Tür fiel ins Schloss. Er stand direkt hinter ihr, legte seine Hände auf ihre Hüften und tastete ihren Unterleib ab, strich über ihre Oberschenkel, das Hinterteil. Nichts störte die sanfte Liebkosung, kein Hindernis lag zwischen seinem Suchen und ihren Rundungen, alles lag frei und offen unter dem Stoff - sie war gehorsam gewesen. „Du bist ein braves Mädchen.“
Er
Diese Dunkelheit, er war dieser ewigen Schwärze überdrüssig. Langsam fing er an seine Glieder zu bewegen. Fetzen der vergangenen Nacht huschten in seinen Gedanken vorbei. Eine bleiche Schönheit lag ihm zu Füssen. Er hätte sie nehmen können, aber er war schon zu satt gewesen, hat sie einfach liegen gelassen. Nun spürte er aber wieder diesen Hunger, seine Kehle war trocken, als ob er in der Wüste genächtigt hätte. Er versuchte die Zunge zu bewegen, berührte seine Zähne von innen, tastete langsam seinen Gaumen ab. Das tat er immer zuerst, wenn er aufwachte, es war noch ein leichter Geschmack vom Vorabend an ihnen, er kostete das leicht herbe Aroma noch einmal nach. Sie waren von ausgesuchter Schönheit gewesen, aber sie reizten ihn nicht mehr, er lechzte nach Abwechslung. Leider lag es nicht in seiner Natur allzu große Veränderungen selbst in die Wege zu leiten. Er war sehr eingefahren in seiner Lebensweise und sah keinen Ausweg diese zu verändern. Langsam schob er das schwarze Tuch zur Seite und richtete sich auf. Er hatte einfach zu wenig Zeit, wenn er aufwachte, hätte er gerne noch ein wenig nachgedacht und vor sich hin philosophiert, aber er musste hoch, in die Gänge kommen, für seine tägliche Lebenserhaltung sorgen. Er blickte an sich herunter, wieder hatte er im Anzug geschlafen, er war zerknittert. Bedächtig strich er den Stoff glatt, was soll’s, es war eh nicht zu ändern. Er hätte auch einen anderen anziehen können, aber das wäre zu viel Aufwand gewesen, keine Zeit. Der Blick in den Spiegel fehlte ihm manchmal, doch eines Tages hatte er sich einfach nicht mehr ansehen können, und alles Glas um sich zerschlagen. Gerade heute hätte er gerne hineingesehen, seine feinen Züge betrachtet, seine weichen schwarzen Locken geglättet, seinen Bart rasiert. Leicht strich er mit den Händen über seine Wangen, die Stoppeln waren immer noch kurz, ein drei Tagebart, wie er zu seinem hübschen Sunnyboy Gesicht gerade passte. Gab ihm etwas männliches, ein guter Kontrast zu seinem weichen, sinnlichen Mund, der geraden etwas weiblichen Nase, den großen, verträumten blassblauen Augen. Er strich sich mit den Fingern durch die Haare, sie fielen ihm lang über die Schultern. Etwas oldfashioned, aber es passte zu ihm und seinem altertümlichen dunkelblauen Samtanzug. Er richtete den Kragen seines weißen Rüschenhemdes, zog die Manschetten ordentlich aus den Ärmeln und nestelte an den goldenen Manschettenknöpfen. Sie waren wunderschön, mit einem Wappen, sein ganzer Stolz, das einzige, was ihm von seiner Verwandtschaft geblieben war. Alle anderen waren tot, oder verschollen, mit der Zeit war alles verloren gegangen, bis auf diese wertvollen Schmuckstücke. Ach ja, ein Seufzer verließ seine Kehle, alte Sachen, irgendwann würde er auch die verlieren. Er blickte auf seine schmalen, feinen Hände, das Zittern begann wieder, es war ihm bereits so vertraut, wie das Hungergefühl beim Erwachen. Es störte ihn auch nicht sonderlich, es war für ihn eher wie ein kleiner Reiz, dem er ständig versuchte etwas länger stand zu halten. Und wenn er auch sonst alle Phänomene um sich unter Kontrolle hatte, so war es eben dieses Zittern welches wieder ihn leitete, und gegen das er im Endeffekt machtlos war.







