Wer ist Nada Njiente?

Nada Njiente ist eine Erotikkünstlerin der darstellenden Kunst (Schauspiel, Tanz und Gesang), Autorin erotischer Geschichten und Tantramasseuse.

Ihr beruflicher Werdegang stellt eine Achterbahn zwischen handwerklich technischen, ja gar elektronischen und künstlerisch tanzenden, singenden schauspielerischen Ausbildungen dar.

Schon während ihrer Tanzausbildung arbeitete sie in diversen Nachtclubs und hat dort kleine Erotik-Shows auf die Bühne gebracht. Erste Erfahrungen sammelte sie während einer Musical Tournee, West-Side-Story für die sie als Schauspielerin in der Rolle der Anybodys engagiert wurde. Schon als Elevin stand sie im TdW leicht bekleidet als Gallionsfigur an einem Schiffsbug, oder als Lustfigur an ein Drehrad geschnallt (Mahagonny) und in der Dreigroschenoper natürlich als Hure, was sonst, auf der Bühne. Sie tingelte als Tanzlehrerin für Jazzdance und Ballett, dann folgte wieder Tourneetheater. In einem Kinofilm, "Der Augenfisch" für die Kurzfilm Berlinale mimte sie die Hauptrolle, trat mit Chansons in der legendären "Scheinbar", sowie der "Schokofabrik" auf und machte engagiertes, sozialkritisches OFF-Theater wie "Hoch-Tief" mit der Theatergruppe "Süd-Ost".

Nach einer Pause ging es weiter mit Bauchtanz, woraus sie Ihre eigenen Stripvariationen kreierte, womit sie in diversen Clubs auftrat. Als Unbekannte ertanzte sie sich den ersten Platz beim Lapdance Contest im Big Eden. Als IT-Supporterin, Modell und Masseuse verdiente sie sich zeitweilig nicht nur ihre Brötchen, sondern auch ihre Sporen...

In diesem Zeitraum begann Nada Njiente ihre Erfahrungen in Wort und Schrift zu verarbeiten, der autobiografische Roman Esperanza entstand, Prosa und Kurzgeschichten.

Im Kitkatclub in der Glogauerstrasse glänzte sie mit virtuosen Einlagen an der Trapezschaukel, oder LifeSexClips auf der Tanzfläche. Daraufhin kam es dann zu life interpretierten Lesungen aus Marquis de Sades "die 120 Tage von Sodom", dann besonders aufregende Stellen aus der "Geschichte der O" und Texten aus den "Q-Briefen". Der erste Film "Die Vorleserin" aus der Avantgarde-Reihe entstand.

Im Kitkatclub @ metropol und auf der Venus2000-Messe begeisterte sie mit erotischem Tanz und extremen Wachs- und Slam Performances. Bei der Großveranstaltung "Carneval Erotica" stand sie mit auf dem Wagen des "Obszönen Theaters" sang Chansons zu House-beats, tanzte zu Life-Percussion und gab einen delikaten "Beischlaf-Text" aus der erotischen Literatuer zum Besten. In der Bessemerstrasse hat sie wieder im "Obszönen Theater" mitgewirkt (Der Tod und der Tanz I ) und nun ihre erste eigene Show auf die Beine gestellt. Der Liederliche Liederabend im KitkatClub wurde von der TV-Sendung Wahre Liebe aufgezeichnet und in einem Beitrag vorgestellt.

Die erste Theateraufführung der "Fragmente der Leidenschaft" fand im Juni 2002 im Kitkatclub statt. Diesmal setzte Nada Njiente Ihre schauspielerischen Fähigkeiten in einer gewagten Kombination von klassischen Texten und Pornographie ein. Im Deutschlandfunk gab es einen kleinen Einblick davon während einer Sendung über Hedonisten in Berlin. Es folgten andere Produktionen, wie der Brechtabend und eine Persiflage auf "Der Widerspenstigen Zähmung" oder Tanzperformances während ihrer liebevoll ausgerichteten Goa-Partys.

Auch beim CSD - Umzug 2002 stand sie wieder als Diseuse auf dem Theaterwagen des Kitkatclubs, um einschlägige Lieder der 20er Jahre, diesmal sogar mit Klavierbegleitung, zu singen. 2004 war sie natürlich auch wieder dabei.

Seit dem Sommer 2003 tritt sie regelmäßig als Partnerin von Sylvia Schmid in der "Kleinen Nachtrevue" mit verschiedenen Showprogrammen, z.B. "Einmal Huren rauf und runter" auf. Auf ihrer Homepage veröffentlicht sie ihre erotische Geschichte "Esperanza" in Folge, welche sie einmal im Monat während der Erotischen Lesungen im Darkside - Club vorstellte, wo sie auch mit verschiedenen anderen Performances auftrat.

2009 verlegt sie ihren Roman Esperanza im Selbstverlag

2010-11 wirkte sie als Schauspielerin in dem Stück Lulu die Nuttenrepublik unter Volker Lösch an der Schaubühne am Lehniner Platz mit.

Was Nada Njiente ausmacht, ist in erster Linie ihre Wandlungsfähigkeit, dann ihre starke, authentische Bühnenpräsenz, ihr seelischer Tiefgang und nicht zuletzt ihr Witz, mit dem sie sich und ihre Ambitionen immer wieder selbst auf die Schüppe nimmt.

Ich will Euch in erster Linie unterhalten, Euch in meine Welt der Erotik entführen, und meine Liebe zeigen. Ich erkläre mich als begeisterte Exhibitionistin, ich kann nicht anders. Wenn Euch das was ich zu geben habe gefällt, bin ich zufrieden, wenn es Euch aber irgendwo in der Tiefe berührt macht mich das glücklich. Ich bin die geborene Performerin, ich wollte dies schon immer tun. Das Feld des Eros ist meine Welt, hier möchte ich als Flora erblühen und meine Blätter fallen lassen. Der Sex hat so viele Facetten wie es Individuen gibt, er lebt durch und in der Phantasie jedes einzelnen, und ist heiß begehrt - wie auch immer er sich manifestiert. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen. Schön ist es, wenn sich gleiche Geister treffen und einen Freudentanz veranstalten. ...und ich, ich tanze mit.

Lieblingszitat: Ein Krieger zu sein, bedeutet, bereit zu sein, alles zu opfern außer der eigenen Wahrheit, dem eigenen Sein, der eigenen Verpflichtung. Letztlich heißt es einzutreten für die Verpflichtung sich selbst gegenüber, mit dem Leben etwas anzufangen, das eine Veränderung bewirkt. (Douglas Cardinal, indianischer Architekt und Künstler, Kanada)

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