Miss Sklavia – Die Jungfernfahrt

Leseprobe 2. Kapitel

Es war eine alte Fabrikhalle mit hohen Wänden und einer Bühne im Hintergrund. Von den Decken hingen verschiedene Käfige und Bondage- Halterungen. Alles war schwarz gehalten, ein diffuses Licht beleuchtete den Saal. Das Publikum war gemischt, einige Schaulustige, die nur mal gucken wollten, waren auch darunter. Schon am Eingang hing ein großes Plakat:
Wahl der Miss Sklavia.
Sie hatte es gelesen und einen Stich in der Magengegend gespürt.
Das verheißt nichts Gutes. Aufpassen, Esperanza - tu nichts Unüberlegtes!
Sie hielt sich nah an ihrer Freundin, irgendwie war ihr mulmig. Wenn bloß nichts schief ging ...
Die Musik war langsam und bedeutungsschwanger. Sie verbreitete eine Atmosphäre von furchtsamer Erwartung. Esperanza trat von einem Fuß auf den anderen, konnte nicht stillstehen.
Auf der Bühne produzierte sich eine stolze Domina und verschiedene Performances wurden abgehalten. Ein großer Engel mit schulterlangen schwarzen Locken, knackigem Po und riesigem Penis wurde als Sklave vorgestellt und ließ sich demütigen. Er bewegte sich auf eine bestimmte, ruhige, entschlossene Art, die ihm eine Aura von Bewusstheit verlieh, die, gepaart mit seinen körperlichen Vorzügen, an Vollkommenheit grenzte. Esperanza beobachtete ihn fasziniert. Wieso tut er das, oder eher: Wieso lässt er das tun? Aber sie wusste es doch!
Sie wäre gerne an seiner Stelle gewesen.

Noch war es nicht soweit. Eine Modenschau mit fantasievollen Kostümen der Lust – und das Schauspiel begann. Die Conférencière bat alle Herren ihre „Tierchen" auf die Bühne zu schicken, falls sie an der Wahl der „Sklavia" teilnehmen sollten.
Die Auswahl war spärlich.
Die Domina forderte auch diejenigen auf, die noch keine Erfahrung gemacht hatten, um auf der Bühne den ersten Schritt zu tun. Sie selbst sei jahrelang Sklavin gewesen und wüsste, wovon sie rede.
Zögernd betraten einige Männer die Bühne, alles schwule Sklaven, die von ihren Herren geschickt wurden. Die Dame bat immer eindringlicher:
„Will denn niemand hochkommen?"
Esperanza dachte: Wenn ... Ich? Nicht auszudenken! Die Sklavin sollte irgendetwas erfüllen, eine Aufgabe – aber was für eine? Was kam auf sie zu? Konnte sie das durchstehen?
Der Puls pochte in ihren Schläfen. Ihr wurde schlecht, ihr Magen drehte sich um, sie zitterte am ganzen Leibe. Sie flüsterte ihrer Freundin zu:
„Ich würde so gerne hochgehen, ich traue mich nur nicht." Da drang deren Stimme an ihr Ohr:
„Du gehst jetzt da hoch – ich schicke dich. Geh jetzt!"
Esperanza schritt wie in Trance, und machte vor der Treppe halt. Ein schmaler Mann mit eindringlichem Blick bot ihr die Hand und half ihr die Stufen empor. Ihr Mund war trocken, die Hitze stieg in ihr auf, dann stand sie da, im Scheinwerferlicht. Unter ihr eine Traube von Gesichtern, die alle hoch starrten.
Wer ist das? Kennen wir die?
Auch die Domina war erstaunt, hielt ihr das Mikrofon hin, und fragte sie nach ihrem Namen.
„Esperanza", hauchte sie leise. Sie hätte im Erdboden versinken wollen. Eine Hitzewelle stieg ihr in die Wangen - die Lippen bebten.
„Was willst du hier?" wurde sie gefragt.
Pause.
Dann drang es leise aus ihr heraus:
„Ich möchte als Sklavin gehorsam dienen."
„Ich habe dich nicht verstanden, etwas lauter", kam es fordernd.
„Ich möchte mich hier als Sklavin zur Verfügung stellen und gehorsam dienen", war Esperanzas klare Antwort.
„Schon besser – erzähle mir deine geheimste Fantasie!"
„Oh nein, das ist zu viel", brach es aus ihr heraus.
Sie konnte nicht mehr denken, die Gedanken rasten wie Blitze durch ihren Kopf, was sollte sie sagen? Die Wahrheit? Sollte sie das wirklich tun? Sie könnte doch lügen, irgendetwas erzählen, das unverfänglich wäre, nicht so extrem wie ihre Fantasie.
Ihr fiel nichts ein, Blackout. Sie stand da und wäre am liebsten verschwunden, ein Augenzwinkern wie Jeannie aus der Lampe und fort wäre sie gewesen. Aber sie stand da, die Sklaven sahen sie an und „es" bahnte sich den Weg aus ihrem Geistigen Auge, wo sie es so oft schon beim Onanieren erlebt hatte, durch ihren Hals auf ihre Lippen. Es kam aus ihr hervor, sie musste gehorchen, stand unter einem Zwang, von dem Moment an, seit sie losgegangen war.
„Ich stelle mir vor gefesselt auf einem silbernen Tablett zu liegen und von vielen Männern genommen zu werden, gleichzeitig ihre Schwänze im Arsch, in der Muschi und im Mund."
„Oh", kam es höhnisch, „hier haben wir ja eine besonders anspruchsvolle kleine Novizin. Aber ich glaube das haben noch nicht alle gehört. Wir werden dir deinen Wunsch erfüllen, aber du musst ihn wiederholen – damit ihn auch alle verstehen."
Esperanza ging durchs Feuer und wiederholte den schmachvollen Satz, die intimste Fantasie, die sie benutzte, wenn sie ihre Klitoris rieb, und nun wusste es auf einen Schlag eine Unmenge wildfremder Leute.
Was hatte sie getan? Was geschah jetzt? Sie würden doch wohl nicht hier und jetzt...? Nicht auszudenken, lauter fremde Schwänze! Würden sie Kondome benutzen? Oh, nein, was hatte sie nur wieder angestellt?
Sie blickte hinunter, da stand der Adonis von vorher und sah sie an, in seinen Augen ein wildes Glitzern. Sie hatte haargenau seine Fantasie in Bezug auf Frauen ausgesprochen. Er suchte so eine unersättliche Nymphe, die er von allen ficken lassen konnte, und die dabei genussvoll seinen prächtigen Penis lutschen sollte. Esperanza konnte das nicht wissen – außerdem war er doch als Sklave aufgetreten ... Sie blickte schnell weg. Was war das jetzt gewesen?
Die Domina nahm sie bei der Hand und führte sie zu einem stählernen Gerüst mit Schnallen und Ketten, sie solle sich dort hinlegen.
Wie im Traum ging sie darauf zu.
Die Sklaven traten herbei. Ein Gong ertönte, und mit einem Ruck riss ihr einer den Rock vom Leib, dann den Tanga, es tat weh, denn die Bänder schnitten ihr in die Haut. Sie war erschrocken und verschüchtert, Angst legte sich um ihren Hals.
Was kam jetzt?
Sie wurde auf die Knie gedrückt. Einer nach dem anderen steckte ihr sein Glied in den Mund, sie schloss die Augen und sog, so fühlte sie sich sicher, das kannte sie, das konnte nun überall sein, irgendeiner von all den Liebhabern, denen sie schon Schlauch gelutscht hatte. Sie hatte noch jeden steif gekriegt, und sie liebte es die kommende Erektion im Mund zu spüren, wie er wuchs und die Eichel hervortrat. Dabei zogen ihr sanfte Hände das Wams aus und betasteten ihren Busen, einer lutschte an ihren Warzen. Der eine war steif, der nächste wurde in ihren nassen Mund geschoben. Sie wusste nicht mehr wie viele es waren – sechs? Oder doch nur vier?
Außer Atem, völlig geil und aufgewühlt wurde sie hochgezogen und auf das Stahlbett gelegt, aber unter ihr spürte sie einen anderen Körper. Das steife Glied steckte zwischen ihren Beinen. Es war der schmächtigste von ihnen  gut ausgesucht, denn er wollte in ihren After.
Zuerst wurde sie stimuliert. Sie war im Rausch der Sinne, spürte nur noch die fassenden, suchenden Finger, Zungen. Einer schob ihr den Stab in den Mund, ein anderer leckte ihre Nippel, die hoch aufgerichtet waren. Dann zogen Hände ihre Arme und Beine auseinander. Ihr wurden Lederarmbänder um die Gelenke geschnallt, diese ans Gestell befestigt.
Nun lag sie da, konnte sich kaum bewegen und die Musik legte sich um sie wie ein seidener Schleier, sie vergaß ganz wo sie war, dass Leute ihr zusahen, ihre Vulva auseinander zogen und ausgiebig betrachteten, ja, dass sie hier in aller Öffentlichkeit gefickt wurde.
Sie war in ihrer Welt.
Sie opferte sich mit Freude an ihre eigene Gottheit – die Lust.
Plötzlich traf sie ein stechender Schmerz, denn die Lanze wollte in ihren Arsch und bohrte sich hinein. Sie war es nicht gewohnt, es tat so ungeheuer weh, sie schrie, ihr Körper bäumte sich auf, aber ihr Spielraum war begrenzt, er bohrte sich tiefer und tiefer. Zwei Münder schlossen sich um ihre Brustwarzen und sogen, der heftige Impuls schoss durch ihren Körper und öffnete das Schloss, sie ließ ihn ein. Sie stöhnte laut und ein kehliger Ton drang aus ihr heraus – sie wusste nicht mehr, wer oder was sie war – ein Tier, ein großes geiles Tier, das in den Arsch gefickt wurde, aber das war noch nicht alles. Eine Zunge glitt schnell über die Klitoris und in der Vagina pulsierte das Blut, jetzt drang einer von vorne ein, schob seinen Kopf in die verengte Scheide, rieb von einer feinen Haut getrennt den anderen Hobel. Das war kaum auszuhalten, sie wusste nicht, war es Schmerz oder Lust, war das möglich? Da nahm jemand ihren Kopf zur Seite und schob ihr sein riesiges Unding zwischen die Lippen.
„Schau mich dabei an", sagte er und beugte sich herunter.
Sie blickte in ein Paar klare blaue Augen, die sie sanft und bewundernd ansahen. Er flüsterte ihr ins Ohr:
„Du bist wunderbar, das Geilste überhaupt, ich liebe dich dafür."
Dann sahen sie sich wieder in die Augen und er beobachtete, wie seine Schlange in ihrem Mund verschwand, tief hineinstieß und halb herauskam.
„Halt einfach still und genieß es."
Seinen Liebesstängel im Mund, die Zunge um den Schaft gelegt sah sie ihm in die Augen und spürte ihren Körper. Die Geilheit, die beinahe ihren Busen zerbersten lassen wollte, das sanfte Drücken des Stabes im Po und die rhythmisch anhaltende Reibung des Penis in ihrer Möse. Die Wände schwollen an, wurden dick und umfassten den Schaft wie eine Hand, ein Schwarm Schmetterlinge flog von ihrem Arschloch auf und ein Feuerwerk von Lichtstrahlen schoss durch ihren Körper. Sie riss ungläubig die Augen auf, dann schlossen sich die Lider und sie schwamm in einer Wolke warmen Glücks.
Es dauerte an.
Der Engel beugte sich vor und sagte:
„Wir werden noch viel Spaß miteinander haben."
Dann zog er sich zurück. Sanft wurden ihr die Fesseln gelöst und sie wurde aufgerichtet.
Die Conférencière kam auf sie zu und fragte:
„Wie fühlst du dich?"
„Gut.”

Völlig benommen, doch unglaublich befriedigt, saß sie da und ein breites Grinsen drängte sich auf ihr Gesicht. Sie versuchte es zu verstecken, es musste ja nicht jeder wissen, wie gut es ihr gefallen hatte. Sie musste kichern.
Die Conférencière machte weiter mit ihrem Programm und Esperanza war die Wahl der Miss Sklavia mittlerweile ziemlich egal. Sie sammelte ihre Kleider zusammen und ging die Stufen hinter der Bühne hinab. Der Engel half ihr das Wams schnüren und zog ihr den Rock an. Der Tanga war verschwunden, den hatte sich wohl jemand als Souvenir mitgenommen ...
Der Engel gab ihr noch einen Zettel in die Hand:
„Ich heiße Raphael, ruf mich an, ich schenke dir einen neuen Slip – ein Tanzhöschen – er wird Dir gefallen."

Esperanza{j2storecart 6}